Journal · Ratgeber Umbau & Sanierung
Umbau und Sanierung richtig planen: Reihenfolge, Fehler und Ablauf
Warum ein Umbau vor dem ersten Hammerschlag beginnt, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen und welche Fehler am meisten kosten – für Haus, Wohnung und Altbau.

Marco bei der Bestandsaufnahme in einem Altbau.
Umbau aus dem Bestand
Jeder Umbau beginnt vor Ort.
Bevor wir eine Linie zeichnen, stehen wir im Raum: Wir messen auf, prüfen Wände, Böden und Leitungen und sehen, was der Bestand hergibt – und was ihn besonders macht.
- Bestandsaufnahme persönlich vor Ort
- Charakter erhalten, Technik erneuern
- Ein Plan, bevor die Handwerker kommen
Ein Umbau oder eine Sanierung ist eine der größten Entscheidungen rund um Ihr Zuhause. Ob sie gelingt, entscheidet sich nicht auf der Baustelle, sondern vorher: bei der Planung.
In diesem Ratgeber zeigen wir, worin sich Umbau, Sanierung und Renovierung unterscheiden, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten, welche Fehler am meisten kosten und wie wir Umbauten Schritt für Schritt planen und begleiten.
Umbau, Sanierung, Renovierung: Was ist der Unterschied?
- Renovierung: Oberflächen erneuern – Wände streichen, Böden tauschen, Türen aufarbeiten. Die Räume bleiben, wie sie sind.
- Sanierung: Schäden beheben und Technik erneuern – Leitungen, Elektrik, Heizung, Bäder, Fenster oder Dämmung. Der Bestand wird fit für die nächsten Jahrzehnte.
- Umbau: Räume verändern – Wände versetzen, Grundrisse neu ordnen, Nutzungen ändern, zum Beispiel aus Gewerbe Wohnen machen.
In der Praxis greifen alle drei ineinander. Wer ohnehin die Leitungen erneuert, sollte vorher klären, ob der Grundriss noch passt – sonst wird zweimal gebaut.
Die richtige Reihenfolge: erst planen, dann bauen
- Bestand aufnehmen: Maße, Wände, Leitungen, Fenster, Feuchtigkeit und Zustand der Bausubstanz. Im Altbau zeigt sich vieles erst bei genauer Prüfung.
- Ziele festlegen: Wie wollen Sie wohnen oder arbeiten? Was muss bleiben, was darf weg? Welches Budget steht zur Verfügung?
- Grundriss klären: Bevor irgendetwas bestellt wird, muss feststehen, wo Wände, Bad und Küche liegen. Mehr dazu in unserem Ratgeber Grundriss planen lassen.
- Technik planen: Elektro, Licht, Wasser und Heizung folgen dem Grundriss – nicht umgekehrt. Siehe Elektroplanung für Haus und Wohnung.
- Bad, Küche und Einbauten: Die Räume mit der meisten Technik werden im Detail geplant.
- Material, Farbe und Licht: Das Interior macht aus dem Umbau ein Zuhause.
- Ausführung: Erst jetzt werden Handwerker beauftragt – mit klaren Plänen statt vagen Absprachen.
Ein Beispiel: Aus Gewerbe werden zwei Wohnungen
In der Rostocker Innenstadt haben wir eine ehemalige Gewerbefläche in zwei eigenständige Wohnungen umgeplant. Wir haben die Fläche neu aufgeteilt, Bäder und Küchen an die vorhandenen Leitungen gelegt und die Elektroplanung von Anfang an mitgedacht. So wurde aus einer schwer nutzbaren Fläche Wohnraum mit zwei vollwertigen Einheiten.
Die 7 teuersten Fehler bei Umbau und Sanierung
- Ohne Bestandsaufnahme starten: Überraschungen in Wänden und Decken sprengen Zeitplan und Budget.
- Handwerker vor dem Plan beauftragen: Ohne Plan entscheidet jeder Betrieb selbst – und am Ende passt nichts zusammen.
- Grundriss nicht hinterfragen: Wer saniert, ohne den Grundriss zu prüfen, zementiert alte Schwächen für Jahrzehnte.
- Elektro zu spät planen: Steckdosen und Licht müssen feststehen, bevor die Wände geschlossen werden.
- Keine Reserve im Budget: Gerade im Altbau sollten Sie einen Puffer für Unvorhergesehenes einplanen.
- Genehmigungen übersehen: Eingriffe in Tragwerk, Nutzung, Fassade oder denkmalgeschützte Substanz brauchen oft eine Genehmigung. Das muss vor Baubeginn geklärt sein.
- Gestaltung zum Schluss: Wer Materialien und Licht erst am Ende auswählt, muss nehmen, was technisch noch geht.
Besonderheiten im Altbau
Altbauten haben Charakter: hohe Decken, Stuck, Dielen, Kastenfenster. Sie haben aber auch schiefe Wände, alte Leitungen und Grundrisse aus einer anderen Zeit. Gute Planung erhält, was den Altbau ausmacht, und macht ihn trotzdem zeitgemäß – mit größeren Bädern, offenen Küchen und Licht, wo vorher dunkle Flure waren.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder in Sanierungsgebieten stimmen wir Eingriffe frühzeitig mit den zuständigen Stellen und Fachleuten ab. Für energetische Maßnahmen und Fördermittel empfehlen wir, einen Energieberater einzubeziehen – wir binden seine Ergebnisse in die Planung ein.
So begleiten wir Ihren Umbau
- Kennenlernen: Sie erzählen uns, was Sie vorhaben. Wir melden uns innerhalb kürzester Zeit.
- Bestandsaufnahme: Wir sehen uns Haus oder Wohnung an, nehmen Maße auf und prüfen den Bestand.
- Konzept: Grundrissvarianten, Gestaltung und eine klare Prioritätenliste – handgemacht, ohne KI.
- Planung: Bad, Küche, Elektro, Einbauten, Materialien und auf Wunsch 3D-Ansichten.
- Begleitung: Wir stimmen uns mit den Gewerken ab und achten bis zur Übergabe darauf, dass umgesetzt wird, was geplant ist. Genehmigungsplanung erfolgt bei Bedarf mit externen Architekten.
Was kostet die Planung eines Umbaus?
Das hängt von Größe, Zustand und Umfang ab – von der Planung eines einzelnen Bads bis zur kompletten Sanierung eines Hauses. Sie erhalten von uns vorher ein klares Angebot mit allen Leistungen.
Eine gute Planung kostet weniger als die Fehler, die sie verhindert: Nachträge, doppelte Arbeiten und Entscheidungen, die sich nach dem Umbau nicht mehr korrigieren lassen.
Sie planen einen Umbau in der Region? Hier geht es zu Umbau & Sanierung in Rostock.


