Journal · Ratgeber Elektroplanung
Elektroplanung für Haus und Wohnung: Steckdosen, Schalter und Licht richtig planen
Warum Elektroplanung zur Raumplanung gehört, die 7 häufigsten Fehler und worauf es Raum für Raum ankommt – für Neubau, Umbau und Sanierung.

Licht als Teil der Gestaltung: Hinterleuchtete Wand und Pendelleuchten, geplant mit dem Interior.
Von Profis geplant. Für Menschen gemacht. Die Steckdose hinter dem Sofa, der Lichtschalter hinter der Tür, kein Licht über der Arbeitsplatte: Gute Elektroplanung merkt man nicht – schlechte jeden Tag.
In diesem Ratgeber zeigen wir, warum Elektroplanung zur Raumplanung gehört, welche Fehler am häufigsten passieren und wie wir Steckdosen, Schalter und Licht so planen, dass sie zu Ihrem Alltag passen.
Was ist Elektroplanung?
Bei der Elektroplanung legen wir fest, wo Steckdosen, Schalter, Leuchten, Netzwerk- und Medienanschlüsse sitzen und wie sie geschaltet werden. Das Ergebnis ist ein Elektroplan, nach dem der Elektrofachbetrieb arbeitet. Die Installation selbst führt immer ein zugelassener Elektrofachbetrieb aus – wir sorgen dafür, dass er weiß, was Sie wirklich brauchen.
Die Norm DIN 18015 beschreibt eine Mindestausstattung für Wohnungen. Mindestens heißt aber noch nicht komfortabel: Wie viele Steckdosen und Lichtauslässe ein Raum braucht, hängt davon ab, wie Sie ihn nutzen.
Erst die Möbel, dann die Steckdose
Der häufigste Grund für schlechte Elektroplanung: Sie entsteht, bevor klar ist, wo Bett, Sofa, Schreibtisch und Fernseher stehen. Dann sitzen Steckdosen hinter dem Schrank und Schalter dort, wo später ein Regal hängt.
Wir planen deshalb in dieser Reihenfolge: Grundriss, Möblierung, dann Elektro und Licht. So sitzt jede Steckdose dort, wo Sie sie brauchen – neben dem Bett, am Schreibtisch, an der Kücheninsel, im Flur für den Staubsauger.
Lichtplanung: Atmosphäre statt Deckenlampe
Ein einzelner Deckenauslass in der Mitte des Raums macht Licht, aber keine Atmosphäre. Gute Lichtplanung arbeitet mit drei Ebenen:
- Grundlicht: gleichmäßige Helligkeit für Orientierung und Alltag.
- Funktionslicht: gezielt dort, wo Sie arbeiten, kochen, lesen oder sich schminken.
- Akzentlicht: Lichtfugen, hinterleuchtete Wände, Wandleuchten und Licht in Möbeln, die den Raum am Abend warm machen.
Damit das funktioniert, müssen Auslässe, Leitungen und Schalter schon in der Planung stehen – bevor Wände verputzt und Decken geschlossen werden.
Die 7 häufigsten Fehler bei der Elektroplanung
- Zu wenige Steckdosen: Mehrfachstecker auf dem Boden sind unschön und unpraktisch. Planen Sie lieber großzügig.
- Steckdosen hinter Möbeln: Ohne Möblierungsplan landen sie genau dort, wo später ein Schrank steht.
- Schalter auf der falschen Türseite: Der Schalter gehört auf die Seite, auf der die Tür nicht aufschlägt.
- Nur ein Deckenauslass: Ohne Wand-, Akzent- und Funktionslicht wirkt jeder Raum flach.
- Bad und Küche vergessen: Spiegelbeleuchtung, Steckdosen für Föhn und Zahnbürste, Licht unter Hängeschränken und Anschlüsse für Geräte gehören früh in den Plan.
- Kein Netzwerk: Homeoffice, Fernseher und Router brauchen feste Anschlüsse – WLAN allein reicht oft nicht.
- Keine Reserve: Leerrohre und Vorbereitungen für Smart Home, Außenbereich oder eine spätere Wallbox kosten in der Planung wenig, nachträglich aber viel.
Raum für Raum: Worauf es ankommt
Wohnzimmer
Fernseh- und Medienwand mit genug Steckdosen und Netzwerk, Steckdosen neben dem Sofa zum Laden, Licht in mehreren Szenen – hell zum Aufräumen, warm für den Abend.
Küche
Steckdosen über der Arbeitsfläche, Anschlüsse für alle Geräte, Licht unter den Oberschränken und über der Insel. Die Küchenplanung und die Elektroplanung gehören zusammen.
Schlafzimmer
Schalter und Steckdosen auf beiden Seiten des Betts, Leselicht, sanftes Orientierungslicht für die Nacht.
Bad
Gutes Licht am Spiegel, Steckdosen am Waschtisch und eine Beleuchtung, die morgens weckt und abends beruhigt. Mehr dazu in unserer Badplanung.
Flur und Eingang
Schalter an jedem Zugang, Licht, das Sie nicht im Dunkeln stehen lässt, und eine Steckdose für den Staubsauger.
So planen wir Ihre Elektroinstallation
- Kennenlernen: Wir sprechen über Ihren Alltag, Ihre Gewohnheiten und Ihre Wünsche. Wir melden uns innerhalb kürzester Zeit.
- Grundriss & Möblierung: Erst der Raum, dann die Steckdose – wir planen vom Alltag aus.
- Elektro- und Lichtplan: Übersichtliche Pläne mit allen Steckdosen, Schaltern, Leuchten und Anschlüssen – von Hand geplant, ohne KI.
- Übergabe: Ihr Elektrofachbetrieb erhält klare Pläne. Auf Wunsch stimmen wir uns direkt mit ihm ab.
Was kostet eine Elektroplanung?
Das hängt von der Größe der Wohnung oder des Hauses und vom Umfang ab – ob nur Steckdosen und Schalter oder zusätzlich eine ausführliche Lichtplanung mit Smart-Home-Vorbereitung. Sie erhalten von uns vorher ein klares Angebot.
Eine gute Planung spart in der Regel Geld: Nachträglich Leitungen zu verlegen, Wände aufzustemmen und neu zu streichen ist fast immer teurer als eine Steckdose, die von Anfang an richtig sitzt.
Sie suchen Elektroplanung vor Ort? Hier geht es zu unserer Elektroplanung in Rostock.


